Der Hausarzt

Die hausärztliche Betreuung übernehmen in Deutschland entweder Allgemeinmediziner oder hausärztlich tätige Internisten.

Der Hausarzt ist für den Patienten meist die erste Anlaufstelle bei medizinischen Problemen und ist als Lotse durch das Gesundheitssystem zu verstehen.

Koordinierung in Gesundheitsfragen

Im zunehmend komplizierteren Gesundheitssystem ist die Rolle des Hausarztes als Lotse immer wichtiger.
Beim Hausarzt laufen die Fäden in Fragen Gesundheit zusammen. Er nimmt den Patienten an die Hand. Im Idealfall kennt er die Lebens- bzw. Krankengeschichte seiner Patienten, wofür zwischen Arzt und Patient ein großes Vertrauensverhältnis enorm wichtig ist.
Dadurch, dass das Arzt-Patienten-Gespräch einen höheren Stellenwert als Apparatemedizin hat, hat  der Hausarzt meist einen besseren Zugang zum Patienten als mancher Spezialist.
Wenn nötig, schreibt der Hausarzt die Überweisung zum Facharzt, zu einer speziellen Therapie bzw. ins Krankenhaus.

Gesundheitsuntersuchungen (Check Up)

Der „Gesundheits-Check-up 35+“ ist eine Vorsorgeuntersuchung, die allen über 35-jährigen Versicherten der gesetzlichen Krankenversicherungen angeboten wird.
Sie besteht je nach Versicherung aus unterschiedlichen Untersuchungen. Gesetzlich Krankenversicherte haben ab dem 36. Lebensjahr – also ab dem 35. Geburtstag –  alle zwei Jahre Anspruch auf diese Untersuchung. Die Vorsorge umfasst eine körperliche Untersuchung, eine Urinuntersuchung sowie die Bestimmung von zwei Blutwerten: dem Gesamtcholesterin und dem Blutzucker.

Gerne beraten wir Sie welche Vorsorgeuntersuchungen für Sie individuell zusätzlich sinnvoll sind.

Krebsvorsoge

Ab einem Alter von 50 Jahren besteht für Versicherte der gesetzlichen Krankenkasse alle ein bis zwei Jahre Anspruch auf Früherkennungsuntersuchungen bezüglich Darmkrebses. Dies umfasst den Test auf verborgenes Blut im Stuhl.

Ab einem Alter von 55 Jahren werden zwei Darmspiegelungen im Abstand von zehn Jahren von den gesetzlichen Kassen zur Vorsorge angeboten.

Ergänzend sinnvoll ist beispielsweise ein genauerer Stuhltest, eine Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse und des Bauches, sowie für Männer der PSA-Wert (Prostata-speziefisches Antigen).

Impfungen

Impfungen bieten Schutz gegen viele schwerwiegende Krankheiten.

Von den gesetzlichen Krankenkassen wird eine große Anzahl von Impfungen erstattet. In der Regel sind das Poliomyelitis (=Kinderlähmung), Diphtherie, Tetanus (=Wundstarrkranpf), Pertussis (=Keuchhusten), Masern, Mumps, Röteln, Haemophilus influenzae Typ b (=Hib), Hepatitis B (für Kinder und Jugendliche), Varizellen (=Windpocken), Pneumokokken (=Lungenentzündung) (ab 60 Jahre), Influenza (=saisonale Grippe) (ab 60 Jahre), Gebärmutterhalskrebs (12 bis 17 Jahre).

Für Versicherte in ausgewiesenen Risikogebieten werden zusätzlich Kosten der Impfung gegen FSME (=Frühsommermeningitis) getragen.
Gerne berate ich Sie auch zu reisemedizinischen Impfungen.

REHA-Anträge

Unter einer medizinischen Rehabilitation versteht man die Wiederherstellung von körperlichen und seelischen Funktionen  und gesellschaftlicher Teilhabe mit physiotherapeutischen und ergotherapeutischen Maßnahmen, mit Mitteln der Psychologie und Anleitungen zur Selbstaktivierung. In erster Linie werden Maßnahmen der medizinischen Rehabilitation ambulant erbracht. Erst wenn ambulante Maßnahmen nicht mehr ausreichen, ist eine stationäre Rehabilitation angezeigt.

Bei Bedarf erstelle  ich mit Ihnen einen Antrag für eine medizinisch notwendige Rehabilitation.

Rentenanträge

Im Bedarfsfall bin ich Ihnen gerne behilflich einen Rentenantrag zu erstellen.

Versicherungsanfragen

Wenn Sie sich neu bei einer Krankenversicherung oder einer Lebensversicherung oder ähnlichem versichern lassen möchten, ist hierfür häufig eine ärztliche Stellungnahme erforderlich.
Als Ihr Hausarzt stehe ich Ihnen hierfür gerne zur Verfügung.

Atteste

Gerne stehe ich Ihnen zur Verfügung bei der Ausstellung von Attesten. Je nach Umfang ist hierfür eine Gebühr fällig.

Heim- und Hausbesuche

Als Ihr Hausarzt bin ich gerne bereit Sie in einem der Seniorenheime der Innenstadt weiter zu betreuen und bei Bedarf Heimbesuche  durchzuführen. In dringenden Fällen führe ich auch Hausbesuche durch.

Patientenverfügung und Versorgungsvollmacht

In der Patientenverfügung bestimmt der Patient, welche medizinischen Untersuchungen, Behandlungen und Eingriffe durchgeführt oder unterlassen werden sollen, wenn der Patient (auch nur vorübergehend) nicht mehr in der Lage sein sollte seinen Willen zu äußern. Die Patientenverfügung regelt nicht, welche Personen Entscheidungen treffen dürfen und dafür sorgen, dass der Patientenwille in die Tat umgesetzt wird.

Hierfür ist eine Vorsorgevollmacht nötig. Mit dieser wird ein Bevollmächtigter beauftragt, ihn in allen Angelegenheiten zu vertreten, für die der Vollmachtgeber ihn bevollmächtigt, zum Beispiel in Angelegenheiten der Gesundheitssorge und der Pflege, der Aufenthalts- und Wohnungsangelegenheiten, der Vermögenssorge, der Behördenangelegenheiten oder anderes mehr.

Bei der Erstellung einer Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht bin ich Ihnen gerne behilflich. Bitte vereinbaren Sie hierfür – am besten zusammen mit Angehörigen – einen Termin.